Kinder- und Jugendschutz für NRW

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Jugendschutzrecht / Medien/ 26.06.2017

Problematisch: Kinder als Werbestars auf YouTube

YouTube-Kanäle auf denen Kinder Produkte bewerben, gibt es inzwischen im großen Stil: Firmen bieten Eltern Geld, die ihre Kinder in Form von sogenannten „Unboxing“-Videos z.B. Spielzeug „testen“ lassen. Sie erhalten millionenfache Klicks. Gesetzliche Bestimmungen, die Schleichwerbung, Product Placement und Dauerwerbesendungen im Kinderumfeld verbieten, werden bei derartigen YouTube-Videos komplett ausgehebelt. Familien stellen teilweise pro Tag ein Video ins Netz und das auch schon von sehr kleinen Kindern.

Auch Datenschutz oder Persönlichkeitsrechte der Kinder werden nicht berücksichtigt, da sie noch keine Einwilligung in die Verwendung ihrer Daten geben können, entscheiden die Eltern.

Besorgnis erregend sind die Videos auch aus Jugendschutzsicht: Die Grenzen der Kinder werden nicht gewahrt, sie werden unter Umständen gegen ihren Willen der Öffentlichkeit preisgegeben. Auch die Gefahr, dass Pädophile sich angesprochen fühlen ist groß.

Laut ZDF-heute wollen nun einige Jugendämter die Videos im Hinblick auf Kindeswohlgefährdung prüfen.

 

 

 

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