Kinder- und Jugendschutz für NRW

Ausgefülltes Arbeitsblatt

Respektvoll miteinander on- und offline

von Matthias Felling

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Kinder und Jugendliche erarbeiten unter Anleitung gemeinsam Regeln für sicheres und soziales Verhalten im Internet. Dafür wird zunächst gesammelt, welche Regeln es in der
analogen Welt schon gibt (in jedem Klassenzimmer hängen Regeln an der Wand). Die Ergebnisse werden medial festgehalten (z. B. durch eine Wandzeitung) und öffentlich präsentiert.

Zielgruppe:

■ Von Kleingruppe bis Klassengröße (dann jedoch mit mind. zwei pädagogischen Kräften)
■ Grundschule – aber auch Klassenstufe 5 bis 7

Dauer:

■ zwei bis vier Blöcke (je nach Präsentationsform der Ergebnisse) mit je ca. zwei Zeitstunden

Material:

■ Bestehende Regeln (bei Schulklassen hängen diese meist im Klassenzimmer aus)
■ Arbeitsblatt → „Im Internet gibt es“
■ Tafel / Flipchart
■ Material für eine Wandzeitung (Papier, Stifte, …)

Ziele:

■ Bedeutung von Regeln für das Zusammenleben verdeutlichen
■ Auseinandersetzung mit eigener Internetnutzung anregen
■ Regeln entwickeln für eine sichere und soziale Nutzung des Internets

Ablauf:

Erklärung: „Wir wollen gemeinsam Regeln finden, die für eine sichere und auch soziale Nutzung des Internets wichtig sind. Dafür schauen wir zuerst, welche Regeln für den Umgang miteinander es hier schon gibt. Als Nächstes sammeln wir, welche Erfahrungen ihr schon mit dem Internet gesammelt habt. Und dann entwickeln wir gemeinsam Regeln für das Netz. Diese Regeln sammeln wir dann in einer Wandzeitung.“

■ Sammlung von Regeln, die in der Gruppe gelten(Vor allem in Schulklassen gibt es Regeln zum Umgang miteinander und zum Verhalten in der Klasse bzw. in der Schule)
■ „Welche Regeln gelten hier?“ (In jedem Klassenzimmer hängen Regeln an der Wand)
■ Notieren der wichtigsten Regeln an der Tafel (Wer hat die Regeln aufgestellt? Haltet ihr die Regeln für sinnvoll?)

Arbeitsblatt → „Im Internet gibt es“ verteilen. Kinder und Jugendliche sollen überlegen, welche Seiten / Angebote sie im Internet kennen bzw. nutzen (beides ist erlaubt). Die entsprechenden Seiten können im Monitor notiert (oder auch gemalt) werden. Während der Arbeitsphase sind Einzelgespräche möglich zu den verschiedenen Webangeboten.
Kinder und Jugendliche stellen dann vor, welche Seiten sie notiert haben (je nach Gruppengröße machen das nur Einzelne oder alle). Hier sollten die Teilnehmenden eingeladen werden, auch von persönlicher Internetnutzung und eigenen Erfahrungen zu erzählen. Aus diesen Gesprächen können durch Nachfragen erste Regeln entwickelt werden.
Beispiel: „Ich bin im Chat schonmal blöd angequatscht worden.“ / „Und was hast du dann gemacht?“ / „Meinen Eltern Bescheid gesagt.“ / „Super.

Warst du denn mit deinem echten Namen im Chat angemeldet?“ / „Nee – ich weiß doch, dass man sich besser einen Spitznamen ausdenkt.“
→ Aus diesem Gespräch können verschiedene Regeln abgeleitet werden:

1. Vorsicht. Im Netz geben sich Leute als jemand anderes aus.

2. Wenn etwas Blödes passiert, hol Hilfe!

3. Denk dir im Chat einen Spitznamen aus.

Beim Entwickeln der Regeln können dann auch andere Kinder und Jugendliche eingebunden werden. An der Tafel können so nach und nach immer mehr Regeln zum Verhalten im Netz gesammelt werden. Die Regeln werden dann auf Dopplungen überprüft und nochmal durchgesprochen, damit jeweils die wichtigsten Inhalte herausgestellt werden.
Dann geht es an die Präsentation:

Je nach Gruppengrößeund Anzahl der Regeln bekommen einzelne Kinder und Jugendliche oder kleine Gruppen den Auftrag, ein Schild für die jeweilige Regeln zu gestalten.
Hier kann die Regel nur aufgeschrieben – oder auch mit Bildern versehen werden. So entsteht eine gemeinsame Wandzeitung, die dann im Klassenraum oder an anderer Stelle aufgehängt werden kann. Alternativ können natürlich auch anderer Formen der Präsentation gewählt werden (Power Point, Webseite, Flyer zum Aufhängen neben dem Computer, Video, Radiobeitrag, …).

Tipps:

Zur Vorbereitung auf diese Methode ist es hilfreich, sich bestehende Sammlungen zum richtigen Verhalten im Netz (abgestimmt auf die jeweilige Altersgruppe) anzusehen. Wenn die Sammlung von Regeln fertig ist, kann man so abgleichen, ob alle wichtigen Punkte enthalten sind.

Links / Literatur:

Regeln finden sich beispielsweise unter:

www.klicksafe.de/service/materialien/broschueren- ratgeber/internet-tipps-fuer-eltern/

www.chatten-ohne-risiko.net/erwachsene/service/ faltblaetter/

www.surfen-ohne-risiko.net/netzregeln

www.lfm-nrw.de/publikationen (Broschürenreihe „Mit Medien leben: gewusst wie!“)

www.internet-abc.de (Tipps zum Surfen)

www.schau-hin.info (Goldene Regeln)

Download

Arbeitsblatt „Im Internet gibt es“ als PDF

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