Kinder- und Jugendschutz für NRW

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Präsentation einer Kurzgeschichte
Hören-Malen-Präsentieren

von Wiebke Meisel und Petra Pudzich

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Kinder haben zunächst die Aufgabe, eine vorgelesene Kurzgeschichte in einzelnen Szenen zusammenzufassen. Anschließend sollen diese Szenen gemalt und in ein Präsentationsprogramm eingefügt werden. Hierzu stehen den Kindern verschiedene Programme zur Verfügung, deren grundlegende Handhabung die Kinder im Verlauf des Projektes erlernen.

Diese Methode wurden auch im Handbuch „Von Der Buschtrommel bis zum Chat“ beschrieben. Herausgeber: Netzwerk e.V. – Soziale Dienste und
Ökologische Bildung. 2013.

Zielgruppe:

  • Von Kleingruppe bis Klassengröße (dann jedoch mit mind. zwei pädagogischen Kräften)
  • Grundschule

Dauer:

  • Drei bis vier Blöcke (je nach Umfang der Kurzgeschichte) à ca. 60 Minuten

Material für die Aufnahme und das Abspielen der Kurzgeschichte:

  • Kurzgeschichte z. B. Schoko-Brötchen-Spurensuche
  • Aufnahmegerät
  • USB-Stick
  • Kopfhörer
  • Programm zum Abspielen von Audiodateien, z. B. Windows Mediaplayer

Material für die Umsetzung der Geschichte in Bilder:

  • Laptop oder PC (jedem Kind sollte ein eigener Computer zur Verfügung stehen)
  • Buntstifte und Papier
  • Scanner
  • ein Malprogramm z. B. die Freeware TuxPaint (s. u.)
  • ein Präsentationsprogramm, z. B. PowerPoint oder die Freeware OOo4Kids Präsentations-Software (s. u.)

Material für die Präsentation:

  • Beamer und Leinwand

Ziele:

  • Förderung der Basiskompetenzen Wahrnehmen und HörenFörderung der Kommunikations- und Sprachfähigkeit
  • Kennenlernen verschiedener Programme und deren Funktions- und Verwendungsmöglichkeiten
  • Umgang mit verschiedenen Geräten wie USBStick und Scanner

Ablauf:

Es empfiehlt sich, die ausgewählte Geschichte vor Beginn des Projektes aufzunehmen und auf den Desktop jedes Computers zu speichern. Hierdurch haben die Kinder die Möglichkeit, jederzeit auf die Audiodatei zuzugreifen, sich die Geschichte immer wieder anzuhören und sich die einzelnen Szenen in Erinnerung zu rufen.

Zunächst wird mit den Kindern Inhalt und Ablauf des Projektes besprochen. Die verschiedenen Programme werden auf der Leinwand gezeigt und kurz vorgestellt. Anschließend fahren die Kinder ihren Rechner hoch und rufen das Malprogramm Tux Paint auf. Sie erhalten zunächst die Gelegenheit das Programm kennenzulernen und zu testen. Der Umgang mit dem Malprogramm Tux Paint fällt den Kindernerfahrungsgemäß sehr leicht. Dennoch sollte an dieser Stelle ausreichend Zeit eingeplant werden (ca. 45 Minuten). Die Kinder haben sehr viel Freude daran, mit dem Programm zu „spielen“ und eigene Bilder zu malen. Ein frühzeitiger Abbruch dieser Übungsphase führt häufig dazu, dass die Kindersich auf den weiteren Verlauf nicht ausreichend konzentrieren können. Darüber hinaus ist es sinnvoll,nach dieser Übungsphase eine kleine Pause einzulegen und den „Arbeitsplatz“ zu verlassen.

Nach der kurzen Pause startet das Kernstück des Projektes, das Vorlesen der Geschichte. Die Geschichte wird im Anschluss gemeinsam besprochen. Der Inhalt wird von den Kindern mit eigenen Worten wiedergegeben und es wird überlegt, wie sich die  Geschichte in Bildern umsetzen lässt:

  • Welche Bilder/Szenen gibt es?
  • Wie sehen diese genau aus?
  • Welche Personen kommen vor? etc.

Es empfiehlt sich, eine kleine Regieanweisung zu schreiben und gemeinsam mit den Kindern festzulegen, wer welches Bild malt.

Nach Möglichkeit sollte dies in einer entspannten und ruhigen Atmosphäre geschehen. Hierzu bietet sich beispielsweise eine Ruheecke im Klassenraum an. Für die Konzentration der Kinder ist es förderlich,die Vorleserunde nicht in der Nähe der Computer abzuhalten. Es hat sich gezeigt, dass sich die Kinder durch den Computer immer wieder ablenken lassen und die Konzentration hierdurch stark eingeschränkt ist. Im Anschluss beginnt die Umsetzung der Geschichte in Bilder. Die Kinder können die Bilder am PC oder „klassisch“ mit Bunt- oder Filzstiften auf Papier malen. Auf Papier gemalte Bilder werden gemeinsam mit den Kindern eingescannt. Sowohl die eingescannten als auch die am PC erstellten Bilder werden, in Zusammenarbeit mit den Kindern,auf einem USB-Stick gespeichert.

Im Laufe des Projektes wird die Geschichte je nach Bedarf immer wieder erzählt und besprochen. Die Kinder haben zudem die Möglichkeit, die Geschichte jederzeit zu hören, da sie auf jedem Laptop gespeichert ist.

Die Bilder werden nun in Power Point eingefügt und zu einer Präsentation zusammengestellt. Die einzelnen Szenen können durch einen selbstgeschriebenen Text ergänzt und erklärt werden. Je nach Alter und Wissensstand kann dies von den Kindern selbst oder aber gemeinsam über einen Beamer geschehen.

Sollten die Kinder die Präsentation eigenständig erstellen, ist es erforderlich, die Bilder zuvor auf jeden Computer zu speichern und eine Einführung in Power Point vorzunehmen.

Zum Abschluss wird/werden die Präsentation/-en gemeinsam auf der Leinwand betrachtet.

Tipp:

Präsentationsprogramme wie Power Point bieten die Möglichkeit, Audiodateien einzufügen. Eine schöne Ergänzung dieses Projektes ist es, die einzelnen Szenen von den Kindern mit eigenen Worten wiedergeben zu lassen und aufzunehmen. Die so erstellten Audiodateien können anschließend in die Präsentation eingefügt werden. Darüber hinaus können zu der Geschichte passende Geräusche als Audiodatei eingebaut werden. Diese können von den Kindern selbst nachgemacht und aufgenommen werden. Eine Auswahl an Geräuschen zum Download findet sich auf der Internetseite www.salamisound.de.

Variante:

Anstelle der oben beschriebenen Umsetzung der Geschichte mittels gemalter Bilder kann man sich ebenso dafür entscheiden, eine Fotostory zu erstellen. Kinder, die nicht gerne malen, können sich als Kameramann oder –frau einbringen oder eine der Personen der Geschichte darstellen.

Das weitere Vorgehen ist ähnlich: Gemeinsam wird überlegt, welche Bilder benötigt werden, um die Geschichte darzustellen, die Rollen werden verteilt, die besten Kulissen gesucht und schon geht es los. Wenn in der Vorbereitung der Fotostory ein kleines Storyboard erstellt wurde, ist die bildliche Umsetzung mit der Kamera schnell erledigt. Die Fotos werden dann in einem zweiten Schritt am Computer in eine Fotostory zusammengefügt. Hierzu eignen sich die Programme „Fotostory“ oder auch Movie Maker. Beide Programme bieten recht einfach handzuhabende Möglichkeiten, die einzelnen Bilder zu bearbeiten (Rote-Augen-Korrektur, Scharfziehen, Ausschnitt wählen, Vergrößern, Verkleinern) und verschiedene vorgegebene Übergänge (Blenden, Aufrollen, Umblättern) zwischen den einzelnen Bildern zu wählen und die Abspielgeschwindigkeit zu wählen.

Hierzu erforderlich ist folgendes Material:

Links / Literatur:

Programm OOo4Kids OOo4Kids ist eine Version von OpenOffice, die spezielle an die Bedürfnisse von Kindern und Schülern im Alter von sieben bis zwölf Jahre angepasst ist.
Die kostenlose Office-Suite besteht aus:

Programm Tux Paint

Tux Paint ist ein Malprogramm, das besonders für Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren geeignet ist. Die Bedienung der kostenlosen Open-Source-Software ist speziell an den Bedürfnissen kleiner Kinder ausgerichtet. Tux Paint bietet Werkzeuge wie beispielsweise Pinsel, Stempel, Formen, Linien und Radiergummi. Alle Funktionen können über selbsterklärende Buttons aufgerufen werden. Jede Auswahl eines Werkzeuges wird von einem lustigen Soundeffekt begleitet. Tux Paint läuft neben Windows auf einer Vielzahl von weiteren Betriebssystemen, unter anderem Linux und Mac.

Das Malprogramm können Sie auf der Seite des Herstellers herunterladen: http://www.tuxpaint.org/download/

Eine detaillierte Installationsanleitung finden Sie unter: http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Print-Artikel/EasyLinux/2010/03/Kreatives-Zeichnen-mit-Tux-Paint

Hinweis:Das Malprogramm Tux Paint bietet nicht die Funktion „Speichern unter“. Alle in Tux Paint gespeicherten Bilder werden automatisch in dem von Tux Paint angelegten Ordner saved abgespeichert. Diesen Ordner befindet sich auf dem Home Verzeichnis: C:\Dokumente und Einstellungen\<user>\Anwendungsdaten\TuxPaint\.

Download

Kurzgeschichte „Schokobrötchen Spurensuche“ als PDF

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