Kinder- und Jugendschutz für NRW

Facebook-Ampel
Was geht – was nicht?

von Matthias Felling

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Facebook ist mit Abstand das populärste Soziale Netzwerk im Internet. Sehr viele Jugendliche – und auch Kinder – sind dabei. Einige von ihnen beachtendabei pädagogische Empfehlungen zur sicheren Nutzung, die sie von den Eltern oder anderen Ratgebern haben, andere verlassen sich auf das Urteil ihrer Freunde. Bei der Facebook-Ampel bewerten Kinder und Jugendliche mit roten und grünen Karten Aussagen zur Netzwerknutzung.

Zielgruppe:

■ Grundschule / Klasse 5 & 6 / Klasse 7 bis 10
■ Kleingruppe oder ganze Klasse (je größer die Gruppe, desto weniger offener Austausch ist möglich)

Dauer:

■ 20 bis 45 Minuten

Material:

■ rote und grüne Karten (je 1 rote und 1 grüne Karte pro TN / können aus Karteikarten oder farbigem Papier ausgeschnitten werden)
■ Aussagen zur Facebook-Nutzung (siehe Arbeitsblatt)

Ziele:

■ Auseinandersetzung anregen mit der eigenen Nutzung von Social Networks
■ Austausch in der Gruppe anregen über Regeln und Normen der Social Network-Nutzung
■ Vermittlung von Grundlagen der sicheren Social Network-Nutzung (Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, Urheberrecht)

Ablauf

Die roten und grünen Karten werden an die Kinder und Jugendlichen verteilt – pro Person je eine Karte in jeder Farbe. (Alternativ können auch Karten mit ausgedruckten Daumen verteilt werden, die je nach Haltung nach oben oder unten gezeigt werden. Diese Version funktioniert auch mit farbenblinden Teilnehmenden.) Je nach Gruppengröße und Setting des Raums können die Aussagen unterschiedlich präsentiert werden. Jeweils eine Aussage kann einfach vorgelesen, an eine Tafel/Flip Chart geschrieben oder an die Wand projiziert werden.

Hinweis zu Beginn: „Es folgen nun einige Aussagen zur Nutzung von Facebook, zu denen ich gerne eure Meinung hören würde. Ihr könnt mit den grünen und roten Karten dann jeweils zeigen, ob ihr die Aussage gut und in Ordnung findet – oder falsch und bedenklich (Gefällt mir / Gefällt mir nicht). Dabei ist wichtig, dass es hier kein richtig oder falsch gibt. Jeder hat das Recht, eine eigene Meinung zu haben und diese auch zu vertreten.“ Dann wird die erste Aussage präsentiert und die Kinder und Jugendlichen werden aufgefordert, eine Karte zu zeigen. Einzelne Kinder und Jugendliche können dann angesprochen werden, warum sie sich für grün oder rot entschieden haben. Wenn möglich, können unterschiedliche Meinungen gehört werden.Die Antworten können vom Referenten bzw. der Referentin eingeordnet oder auch ergänzt werden. Je nach Gruppengröße und -dynamik können weitere Diskussionsbeiträge zugelassen werden.

Tipps:

Je besser sich Referentinnen und Referenten im Themenfeld Social Networks auskennen, desto mehr können sie auf einzelne Aussagen reagieren. Über die Aussagen auf dem Arbeitsblatt können grundlegende Impulse zu den Themenfeldern Datenschutz, Persönlichkeitsrechte und Urheberrecht gegeben werden. Zur Vorbereitung auf diese Inhalte helfen die aufgeführten Links.

Links / Literatur:

www.klicksafe.de

Das Portal klicksafe.de ist die zentrale Anlaufstelle für all jene, die sich über einen kompetenten Umgang mit Neuen Medien informieren möchten. Klicksafe ist der deutsche Knotenpunkt im „Safer Internet Programm“ der Europäischen Union.

www.irights.info

Die mehrfach ausgezeichnete Seite „iRights.info – Urheberrechte in der digitalen Welt“ klärt auf verständliche Art über alle Rechtsfragen rund um die Themen Internet, Musik und Co. auf.

www.handysektor.de

Sicherheit in mobilen Netzen: Aktuelles Infoportal der Landesanstalt für Medien NRW und des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest.

www.juuuport.de

Dein Schutz im Web! So lautet der Slogan von Juuuport. Für das Beratungsprojekt von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt wurden Jugendliche und junge Erwachsene als Scouts ausgebildet, um anderen Jugendlichen zu helfen.

www.watchyourweb.de

Die Plattform für sicheres Surfen im Web bietet Tipps, Filme, Aktionen, einen Web-Test und vieles mehr. Das Angebot wird vom Bundesjugendministerium und vom Bundesverbraucherschutzministerium um gefördert.

Download

Arbeitsblatt mit Aussagen als PDF

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