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Gewalt / IDZ/Sekten & Psychokulte / Medien/ 07.09.2015

LfM-Ausschreibung: Extremismus in sozialen Medien

Die LfM schreibt ein neues Forschungsprojekt aus, um Hate Speech im Netz zu untersuchen. Dabei sollen auch praxisorientierte Handlungsempfehlungen formuliert werden. Bewerbungen sind bis zum 22.10.2015 möglich.

Rechtsradikale Hetze gegen Flüchtlinge, islamistische Propaganda, üble Diffamierungen gegen Politiker und Initiativen: Extremistische Äußerungen bei Facebook und in anderen sozialen Netzwerken sind seit einiger Zeit eines der großen Medien- und Gesellschaftsthemen. Erst durch Social Media bekommen diese Themen eine besondere Dynamik und damit ein großes Maß an öffentlicher Wirkung. Diese Entwicklung stellt insbesondere die Medienpädagogik vor neue Herausforderungen, wenn es darum geht, Jugendliche für extreme und antidemokratische Inhalte im Netz zu sensibilisieren und Präventionsangebote zu entwickeln.

Mit dem nun ausgeschriebenen Forschungsprojekt möchte die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) die Rolle „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ im digitalen Alltag von Jugendlichen untersuchen lassen. LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier sagte, die Medienanstalt wolle mit den Ergebnissen Pädagoginnen und Pädagogen wissenschaftlich fundierte Unterstützung für die Herausforderungen der täglichen Praxis liefern.

Die Ausschreibung ist unter dem Titel „Extremismus in sozialen Medien: Wahrnehmung, Hinwendung und Thematisierung durch Heranwachsende“ auf der Website der LfM abrufbar. Stichtag für die Bewerbung ist der 22. Oktober 2015.

 

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