Kinder- und Jugendschutz für NRW

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AJS-News / Medien / Sexualisierte Gewalt/ 26.11.2015

Die AJS ist neuer Partner des Netzwerks „Keine Grauzonen im Internet“

Eine starke Lobby von Kinderschutzorganisationen fordert die internationale Ächtung von Missbrauch und sexueller Ausbeutung von Kindern im Internet.

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Erfreulicherweise verbieten viele gesetzliche Regelungen weltweit Darstellungen sexueller Ausbeutung von Kindern („jede Darstellung, gleich mit welchen Mitteln, eines an wirklichen oder simulierten expliziten sexuellen Aktivitäten beteiligten Kindes und jede Darstellung der Geschlechtsteile eines Kindes zu hauptsächlich sexuellen Zwecken“ – so genannte Kinderpornographie).

Allerdings manifestiert sich die sexuelle Ausbeutung von Kindern nicht nur durch Missbrauchsdarstellungen. In unseren modernen Gesellschaften können Kinder in vielerlei Hinsicht sexualisiert und als Sexualobjekte behandelt werden, zum Beispiel im Internet durch Abbildungen, die Kinder in erotischen oder zweideutigen Posen zeigen. Diese Abbildungen sind Teil der so genannten „Grauzonenbilder“, welche nicht unbedingt die Grenzen des Gesetzes überschreiten, um als Darstellungen des sexuellen Missbrauchs zu gelten. Aber diese Abbildungen stellen ihrem Wesen nach eine Form der Ausbeutung dar. Sie verletzen die Würde der Kinder, ihr Recht auf Privatsphäre und schädigen ihr Gefühl der Sicherheit.

Solche Bilder werden in großem Umfang im Internet verbreitet und sind dort leichter zu finden als Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Ihre weltweite Ächtung und Bekämpfung ist daher die Forderung von Organisationen, die sich dem Wohl und Schutz von Kindern verpflichtet fühlen. Nach einem Roundtable Ende Oktober in Berlin und der Vorstellung der Initiative beim Internet Governance Forum in Brasilien im November haben inzwischen mehr als 30 Organisationen aus vielen Ländern der Welt, darunter die AJS NRW, ein gemeinsames Communiqué unterzeichnet.

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