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AJS-News / Sexualisierte Gewalt/ 24.05.2016

Basistag 2016 „jung…geflüchtet…angekommen?“ fand am 12.5. in Münster statt

Der diesjährige gemeinsame Basistag von der AJS, der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft NW e.V. fand in diesem Jahr zum Thema „jung, geflüchtet…angekommen?“ in Münster statt.

Basistag 2016_GrußwortDen Auftakt der Veranstaltung bildete Antje Steinbüchel (Landesstelle für die Verteilung unbegleiteter ausländischer Minderjähriger in NRW), die in ihrem Vortrag „Junge Geflüchtete in NRW“ die Zwischenbilanz der Verteilung von  jungen unbegleiteten Flüchtlingen in NRW präsentierte und das bundes- und landesweite Verteilungsverfahren vorstellte.

Im Vortrag „Integration von jungen Geflüchteten – Herausforderung und Potentiale“ beschrieb Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (FH Münster) die besonderen Anforderungen an Integrationsprozesse bei jungen Geflüchteten, analysierte Dilemmata und Widersprüche, die den Alltag der Zielgruppe kennzeichnen und gab den Teilnehmenden durch Gedankenexperimente Möglichkeiten zur Perspektivenübernahme.

In den Workshops tauschten sich Fachkräfte zu verschiedenen Themenschwerpunkten aus. Viele Teilnehmende setzten sich im von Sandra Sadowski (Fachgruppe UMF JA Essen) geleiteten Workshop  „Traumatisierung von jungen Geflüchteten“ mit der Frage auseinander, wie sie die Retraumatisierung ihrer Klientel zugunsten der Stärkung von Resilienz verhindern oder abmildern können.

Matthias Felling (AJS) thematisierte die Einordnung der medialen Berichterstattung zum Thema und stellte Handlungskonzepten für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vor. Dr. Andreas Fisch (Referent für Wirtschaftsethik in der Kommende Dortmund) gab den Teilnehmenden praktische Übungen mit an die Hand, wie sie am besten auf ausländerfeindliche und populistische Parolen reagieren können.  Carsten Müller und Jennifer Bockhoff (Praxis für Sexualität, Essen) widmeten sich in ihrem Workshop dem Thema „Sexualität und sexualisierte Gewalt in der Arbeit mit Flüchtlingen und Migranten“.

Den Abschluss der Tagung bildeten Jugendliche ohne Grenzen NRW e.V. ein 2005 gegründeter bundesweiter Zusammenschluss von jugendlichen Flüchtlingen, die die Arbeit und die Ziele des Vereins vorstellten.

 

 

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